besonders in Quedlinburg und ihren Herkunftsländern
Mittwoch, 11. November 2015
Iran/Varamin: 14 Christen festgenommen
Varamin (idea) - Im Iran sind Anfang November 14 Christen
festgenommen worden. Das berichtete der Nachrichtendienst „Assist News
Service“. 13 von ihnen sollen durch Agenten des iranischen
Geheimdienstes nach der Durchsuchung einer Hausgemeinde in Varamin in
der Nähe von Teheran inhaftiert worden sein. Ein weiteres Mitglied der
Gemeinde wurde in seiner Wohnung in Teheran verhaftet. Ihr derzeitiger
Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Wie ein Sprecher der
Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity Worldwide (Christliche
Solidarität Weltweit/New Malden, Großbritannien) sagte, sollen die
meisten Inhaftierten früher Mitglieder der protestantischen
Immanuel-Gemeinde in Teheran gewesen sein, die auf Druck der iranischen
Behörden 2012 schließen musste. Auch wenn Staatspräsident Hassan Ruhani
den Ruf habe, gemäßigt zu sein, habe es seit seiner Wahl 2013 keine
Verbesserung bei den Menschenrechten gegeben. Oppositionelle,
Journalisten und Anhänger religiöser Minderheiten würden weiterhin
eingesperrt. Besonders betroffen seien zum Christentum Übergetretene und
Bahai. Nach Angaben des Leiters der Organisation, Mervyn Thomas, haben
sich die festgenommenen Christen nur versammelt. Sie seien an keinen
illegalen Aktivitäten beteiligt gewesen. Es sei unakzeptabel, dass die
iranischen Behörden weiterhin Christen ohne Grund schikanierten. Von den
insgesamt 76,4 Millionen Einwohnern Irans sind 99 Prozent Muslime.
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